Pressemitteilung zur Staatsvertragsunterzeichnung

 

Islamische Religionsgemeinschaften in Bremen

SCHURA - Islamische Religionsgemeinschaft Bremen e.V

DITIB Landesverband der Islamischen Religionsgemeinschaften in Niedersachsen Gemeinden in Bremen e.V.

VIKZ- Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. Gemeinden in Bremen

Gemeinsame Pressemitteilung der Bremer islamischen

Religionsgemeinschaften zur Unterzeichnungdes Staatsvertrages in Bremen

Die islamischen Religionsgemeinschaften haben an der gestrigen Sitzung der Bremischen Bürgerschaft der freien Hansestadt mit Freude zur Kenntnis genommen, dass eine überwältigende Mehrheit der anwesenden Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft den mit der Freien Hansestadt Bremen abgeschlossenen Vertrag parteienübergreifend zugestimmt haben.

Der 15.01.2013 ist für die Bremer Muslime zweifellos zu einem besonderen Tag geworden.

Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen den islamischen Religionsgemeinschaften und der Freien Hansestadt Bremen (sowie der Seestadt Bremerhaven) wird eine neue Epoche der Anerkennung der Muslime und des Islams eingeläutet.

Die Anerkennung der islamischen Verbände und ihrer Mitgliedsgemeinden als Religionsgemeinschaft mit ihrer religiösen Tradition und Kultur lässt die Muslime in der Hansestadt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Denn sie ist der Ausdruck einer gewollten Anerkennung, des gegenseitigen Respektes und der Begegnung auf gleicher Augenhöhe.

Fakt und Realität ist, dass Muslime ein Teil dieser Gesellschaft sind. Durch die Vertragsunterzeichnung ist bestätigt worden, dass die Muslime und der Islam, zu Deutschland gehören.

Die Unterzeichnung stellt einen Wendepunkt sowohl in der Bremer, als auch in der gesamtdeutschen Politik dar. Die islamischen Religionsgemeinschaften werden nun nicht mehr unter integrationspolitischen oder sicherheitspolitischen Aspekten betrachtet. Vielmehr werden sie jetzt unter religionspolitischen Gesichtspunkten wahrgenommen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass nach Hamburg und Bremen, nun auch andere Bundesländer diesem Beispiel folgen werden. Überall dort, wo die Belange der Muslime betroffen sind, zeigen Hamburg und Bremen auch gute Beispiele für eine innerislamisch gelingende Kooperation.

Unser Dank gilt allen, die unter anderem mit ihrem ehrenamtlichen Engagement, Fachkompetenz, ihrem persönlichen Einsatz und ihrer Weitsicht den Prozess der harmonischen und erfolgreichen Zusammenarbeit begleitet, vorangetrieben und unterstützt haben.

Möge der Vertrag dazu beitragen, dass alle Beteiligten noch mehr zueinander finden und enger zusammenrücken und dass der Vertrag mit Leben erfüllt wird. Zukünftig gehört auch die Erlangung des Status Körperschaft des öffentlichen Rechts dazu.