Pressemitteilung: Tag der offenen Moschee am 3. Oktober 2019

"Menschen machen Heimat/en." Nach diesem Motto wird der diesjährige Tag der offenen Moschee bundesweit begangen. Es ist ein Tag zum gegenseitigen Kennenlernen und zu vorurteilsfreier Begegnung, an dem sich auch zahlreiche Bremer Moscheen beteiligen.

Der Heimatbegriff wird zunehmend mit der geografischen Herkunft und Zugehörigkeit zur ethnischen Abstammung verknüpft. Die Islamischen Religionsgemeinschaften bevorzugen ein mehrdimensionales Verständnis: Heimat als Gefühl. So sollten Menschen mehrere Heimaten haben können, ohne deswegen Ausgrenzung zu erleben.

Der Tag der offenen Moschee wird seit 1997 bundesweit ausgerichtet. Jährlich nehmen mehr als 1000 Moscheen daran teil. Dieser Tag repräsentiert den Beitrag der Muslime in Deutschland zu einem friedlichen Miteinander und die Wichtigkeit des interreligiösen Austauschs.

Unter anderem nehmen folgende Schura Mitgliedsgemeinden am Tag der offenen Moschee teil: 

Bremen  
     
  DAAWA Moschee
Hohentorsstr. 71
28199 Bremen
Fatih Moschee
Stapelfeldtstr. 9
28237 Bremen
     
  Quba Moschee
Hemelinger Bahnhofstr. 44
28309 Bremen
Ayasofya Moschee
Carl-Hurtzig-Str. 5
28259 Bremen
     
  Dr. Zeynel Abidin Moschee
Lüssumer Str. 7
28779 Bremen
Rahma Moschee
Löningstr. 35
28195 Bremen
     
  Mescid-i Aksa Moschee
Züricher Str. 6a
28325 Bremen
Said´i Kurdi Moschee
Lüdekingstr. 6
28217 Bremen
     
  Hicret Moschee
Kantstr. 98
28201 Bremen
Islamisches Forum und Informationszentrum
Beim Ohlenhof 17
28237 Bremen
     
Bremerhaven  
     
  Fatih Moschee
Georg-Seebeck-Str. 2
27570 Bremerhaven
 
     

Pressemitteilung: Bremische Bürgerschaft verabschiedet Antrag gegen Islamfeindlichkeit und für besseren Schutz von muslimischen Einrichtungen

Die Schura Bremen begrüßt den gestrigen Beschluss aller demokratischen Parteien in der Bremischen Bürgerschaft, auf breiter Front wirksam gegen Islamfeindlichkeit vorzugehen und für einen besseren Schutz muslimischer Einrichtungen zu sorgen. Aus den Vorfällen der letzten Monate, in denen unter anderem Koranschändungen und Sachbeschädigungen die muslimische Gemeinschaft bewegt haben, wurden nun Konsequenzen gezogen. „Wir sehen den Beschluss als ersten wichtigen Schritt und als Chance, die stetig wachsenden Übergriffe auf Muslime und deren Einrichtungen gesamtgesellschaftlich zu bekämpfen“, so der Vorsitzende Çelik.

Nur mit kollektiver Anstrengung gegen Rassismus und Intoleranz können wir unserer Verantwortung gerecht werden. Die Verurteilung der schrecklichen Taten durch die Bremische Bürgerschaft und die öffentliche Solidarisierung aller demokratischen Parteien mit den Bremer Muslimen wird deshalb in der muslimischen Community mit großem Wohlwollen anerkannt. „Wir haben mit mehreren Vorstandsmitgliedern die Debatte im Rathaus verfolgt und möchten uns für die Redebeiträge aller Fraktionen und die Initiativen bedanken“, so der Schura Vorsitzende.

Das Ankommen dieser abscheulichen Vorfälle in das Bewusstsein der Menschen und die damit einhergehende Sensibilisierung der Bremerinnen und Bremer wird hoffentlich zu einer Umkehrung dieser besorgniserregenden Entwicklungen beitragen. Dabei sind nicht nur die Akteure des öffentlichen Lebens in der Pflicht, sondern auch die "Normalbürger". Die Schura Bremen versichert als Religionsgemeinschaft, ihre gesamtgesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und alle Institutionen auf diesem gemeinsamen Weg zu unterstützen.

Die Schura Bremen möchte sich auch vor dem Hintergrund des Vorfalls in der Rahma Moschee für die intensiven Bemühungen und der schlussendlichen Verhaftung des Täters bei der Bremer Polizei bedanken. Die Sicherheitsbehörden senden damit ein wichtiges Zeichen an die Öffentlichkeit und an die muslimische Gemeinschaft, dass diese rassistischen Täter erfolgreich ermittelt werden und nicht straflos davonkommen. Wir hoffen, dass die Justiz diesen Fall schnellstmöglich übernimmt und zu einem Ergebnis führt.

Pressemitteilung: Islamophobe Tat in Schura Bremen Mitgliedsverein

Mittwochnacht ist erneut ein Schura Mitgliedsverein Schauplatz einer rassistischen Tat geworden. Gegen 2 Uhr nachts wurde versucht die Schaufensterscheibe der Bildungseinrichtung „Islamisches Forum und Informationszentrum“ einzuschlagen, diese wurde dabei schwer beschädigt. Aufgeschreckte Nachbarn haben leider keine weiteren Beobachtungen machen können. Der Bremer Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen

Innerhalb weniger Wochen findet erneut ein abscheulicher Vorfall in Bremen statt. „Es ist besorgniserregend, dass in immer kürzeren Abständen islamfeindliche Taten in Bremen verübt werden", sagte der Vorsitzende der Schura Bremen Murat Çelik. Die Schura hat nach dem widerwärtigen Anschlag in der Rahma Moschee zahlreiche Gespräche mit Verantwortlichen aus der Politik und den Sicherheitsbehörden geführt. „Wir haben über die Gefahrenlagebewertung, Sicherheitskonzepte für die Bremer Moscheen und Optimierungspotenziale im operativen Bereich der Sicherheitsbehörden diskutiert und Vereinbarungen getroffen", sagte Çelik. „Ich appelliere an alle Verantwortlichen in der neuen Koalition, die in Gesprächen getroffenen Vereinbarungen so schnell wie möglich umzusetzen und muslimische Einrichtungen konsequenter zu schützen“, sagte der Schura Vorsitzende weiter. Die Schura Bremen erklärt sich hierfür bereit, schnellstmöglich die Gespräche wieder aufzunehmen und einen konkreten Fahrplan zu vereinbaren.

Wir erinnern vehement an die Verantwortung eines jeden, dass die Verrohung der Sprache in der Politik, den Medien und der Gesellschaft Zündstoff für islamophobe Taten sind. Die muslimische Bevölkerung in Deutschland ist täglichen verbalen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. Aus diesem Grund werden wir als Schura nicht müde, auf Missstände und Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen und die Sorgen der muslimischen Community in Bremen zum Ausdruck zu bringen.

Ein gesegnetes Opferfest - Eid-ul-Adha mubarak

Die Schura Bremen wünscht allen Musliminnen und Muslimen ein gesegnetes Opferfest.
 
Möge Allah uns beschützen und möge Er uns helfen, stets sein Wohlgefallen zu erlangen.
 
Das Opferfest geht weit über das Opfern von Tieren hinaus. Die Schura Bremen ruft die Musliminnen und Muslime auf, sich Gedanken über ihren persönlichen Beitrag in dieser Welt zu machen: Was sind wir wirklich gewillt für unseren Glauben und unsere Mitmenschen zu geben? Was an Materiellem können wir vielleicht loslassen um der Bedürftigen willen?
 
"Was immer ihr an Gutem spendet, Allah weiß es wohl." (Sure Al Imran, Vers 92)

Pressemitteilung: Tag gegen antimuslimischen Rassismus

„Andersdenkende sind oft ganz anders, als wir denken.“ (Ernst Ferstl, österr. Dichter)

Heute vor 10 Jahren wurde die schwangere Marwa El-Sherbini in Dresden aus islamfeindlichen Motiven ermordet. Im Gedenken an dieses Ereignis gibt es seit dem Jahr 2014 den „Tag gegen antimuslimischen Rassismus“. Letztes Jahr wurde im Bremer Steintor der Marwa-El-Sherbini-Platz eingeweiht.

"Die Zunahme islamfeindlicher Attacken und Übergriffe, zuletzt auf einen Jugendlichen in der Bremer Straßenbahn sowie die Rahma-Moschee in der Innenstadt ist besorgniserregend", so der Schura Vorsitzende Murat Çelik. Neben der Verunglimpfung religiöser Heiligtümer werden sogar Menschenleben bedroht. Dieser Entwicklung muss die Gesellschaft Einhalt gebieten! Die Schura Bremen appelliert daher an alle Bürger*innen, sich gegen antimuslimischen Rassismus zu erheben und sich an den zahlreichen friedlichen Veranstaltungen und Aktivitäten zu beteiligen.

Die Schura Bremen und das Team vom Projekt „Al Etidal – Qualifizierung gegen Radikalisierung und Extremismus“ laden am Montag zwischen 14 und 18 Uhr alle Bremer*innen ein, sich an ihrem Stand auf dem Marktplatz über diesen symbolträchtigen Tag zu informieren.

Zudem unterstützt die Schura Bremen die Initiative „Brandeilig“ von FAIR international. Auf der Webseite brandeilig.org werden die deutschlandweiten Angriffe auf Moscheen dokumentiert, um die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Die Schura Bremen fordert insgesamt mehr Aufklärung und härteres Durchgreifen seitens Politik, Justiz und Polizei bei dieser Thematik. Einen ersten Schritt kann die zukünftige Bremer Landesregierung durch die Berufung eines Beauftragten für antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit machen.

Pressemitteilung: Koalitionsgespräche auf der Zielgeraden

Am 12. Juni haben die Gespräche der drei Bremer Parteien SPD, Grüne und Linke zur Gründung einer Koalition begonnen. Diese sollen voraussichtlich Ende der Woche mit einem Koalitionsvertrag abgeschlossen werden.

Auch vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen im Land Bremen - Angriff auf einen muslimischen Jugendlichen, Schändungen und Angriffe auf Moscheen, Schmierereien - haben wir in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Bremer Parteien und Institutionen geführt.

„Wir haben über wichtige Themen gesprochen, die die Bremer Muslime gegenwärtig beschäftigen. Teilweise besteht dringender Handlungsbedarf, wie bei der individuellen Entwicklung von Schutzkonzepten für die Moscheen zur besseren Sicherung der Gemeinden vor Angriffen und der Bereitstellung neuer Friedhofsflächen für muslimische Bestattungen“, sagte der Vorsitzende der Schura Bremen Murat Çelik.

Mitglieder des Schura Vorstands haben in diesen Gesprächen auch die Gelegenheit genutzt, um über das auslaufende erfolgreiche Präventionsprojekt Al-Etidal und das weiterhin bestehende Seelsorgeprojekt in der JVA Bremen zu berichten und für einen Ausbau bzw. Weiterentwicklung geworben.

Aktuell sind zwei neue Projekte in Planung, die thematisch im Bereich der Demokratieförderung und Islam- & Muslimfeindlichkeit verankert sind. Wir freuen uns, dass bereits zahlreiche Partner und Mithelfer ihre Kooperation zugesagt haben. „Ohne die Kofinanzierung durch das Land Bremen können wir unsere Projektideen leider nicht verwirklichen“, sagte die Projektleiterin Esra Basha „Wir sind aber zuversichtlich“, so Basha weiter.

Wir wünschen uns als Schura Bremen, dass die für die Bremer Muslime relevanten Themen auch ihren Weg in den Koalitionsvertrag finden und so für alle Akteure sichtbarer sowie verbindlicher werden.

Wir möchten uns für die Anteilnahme nach der Schändung der Rahma Moschee bedanken. Viele Bremerinnen und Bremer haben den Weg in unsere Mitgliedsgemeinde gefunden und ihr Mitgefühl und ihre Solidarität zum Ausdruck gebracht. "Wir freuen und bedanken uns für die Solidarität, schriftlichen Zusendungen und Spenden“, so Çelik.

Schura Bremen Mitgliedsgemeinde Rahma Moschee und die Heilige Schrift werden geschändet

Am gestrigen Samstagnachmittag war die Schura Bremen Mitgliedsgemeinde Rahma Moschee Ziel eines abscheulichen und widerwärtigen Anschlags! Mehrere dutzend Exemplare der heiligen Schrift der Muslime wurden zerrissen und teilweise in die Toilette gestopft. Eine derartige Beleidigung der Muslime hatte es bislang nicht gegeben. Auf eine niederträchtige Art und Weise werden die Gefühle der Muslime verletzt und mit Füßen getreten. Eine bewusst geplante Provokation mit dem Ziel einer weiteren Eskalation.

Es ist offenkundig, dass der oder die Täter jederzeit damit rechnen mussten, bei ihrer Tat am helllichten Tag gestört zu werden. Es ist keine reine Spekulation, dass der oder die Täter bewaffnet sein mussten. Wir wollen uns nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn wie üblich zu dieser Nachmittagszeit ein Gemeindebesucher die Moschee aufgesucht hätte.

Als Muslime sind wir schockiert und zugleich verärgert über diesen Anschlag. Nichts scheint solchen Menschen heilig zu sein. Vor dem Hintergrund, dass erst vor wenigen Tagen zwei Jugendliche in einer Bremer Straßenbahn aufgrund ihres muslimischen Glaubens zuerst beleidigt und anschließend einer mit einem Messer schwer am Hals verletzt wurde, lassen unsere Sorgen immer größer werden.

Beleidigungen und Hasskommentare beschränken sich schon seit langem nicht mehr nur auf die sozialen Medien. Praktisch tagtäglich sind wir als muslimische Bevölkerung Deutschlands verbalen und körperlichen Angriffen ausgesetzt. Leider ist es in weiten Teilen der Gesellschaft üblich geworden, die Muslime und den Islam für politische und soziale Missstände verantwortlich zu machen. Es ist die Zeit der Solidarität und Unterstützung der Muslime aus allen Bevölkerungskreisen.

Wir erwarten von den Sicherheitsbehörden maximale Transparenz über die Untersuchungsergebnisse und ein entschiedenes sowie hartes Vorgehen gegen die Täter. Wir wünschen uns das offensive Aufsuchen der muslimischen Gemeinden und eine bessere Sicherung der Moscheen.

Wir appellieren an alle Muslime sich nicht von solchen Idioten und Brandstiftern provozieren zu lassen. Als Bremer Muslime müssen wir in dieser schwierigen Zeit noch enger zusammenstehen. Wir werden als Schura Bremen die weitere Entwicklung ganz genau beobachten und begleiten.

Grußbotschaft zum Ramadanfest

Die Schura Bremen wünscht allen Muslim*innen ein gesegnetes Ramadanfest. Möge Allah unser Fasten, unsere Gebete und unsere Spenden annehmen.

Eid ul-Fitr Mubarak! Ramadan Bayram Mubarek! Frohes Ramadanfest!

Der Ramadan ist der Monat der guten Taten und der Läuterung von Körper und Seele. Nun neigt sich diese gesegnete Zeit dem Ende zu.

Muslim*innen weltweit begehen von Dienstag, dem 4. Juni, bis Donnerstag das Ramadanfest (arab. Eid-ul-Fitr), bei dem gebetet, gegessen und geschenkt wird. Nach einem Monat des tagtäglichen Verzichts können die Menschen sich an Gottes Vergebung erfreuen und in Dankbarkeit das Fasten beenden.

Die Schura Bremen appelliert an alle Muslim*innen, auch nach dem Ramadan die friedvollen Intentionen des Islams in die Welt zu tragen und zu leben. Der Monat Ramadan ist einer von zwölf Monaten. In allen sollten Nächstenliebe, Geduld und Dialog eine wichtige Rolle spielen. Wir möchten auch unseren andersgläubigen Mitbürger*innen danken für das Interesse und die Mitwirkung an unseren Iftar-Abenden (Fastenbrechen) und freuen uns auf weitere Zusammentreffen.

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an den Staatsvertrag, der es den Muslim*innen des Landes Bremen ermöglicht, sich am ersten Tag des Ramadanfestes von der Arbeit freizunehmen. Eltern von schulpflichtigen Kindern brauchen in Bremen keinen Antrag zur Befreiung vom Schulunterricht zu stellen. Die Bildungsbehörde hat entsprechend die Schulen vorab informiert.

Schura Bremen

Vorstand

Pressemitteilung - Gemeinsames Fastenbrechen der Schura und IFB

er Fastenmonat Ramadan führt Menschen zusammen. Dies war auch der Tenor des großen Iftaressens der Islamischen Föderation Bremen und der Schura Bremen am Montag. In der Zentrale der IFB kamen Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft, Verwaltung und Verbandsarbeit sowie der Religionsgemeinschaften zusammen. Hoher Besuch aus der Bürgerschaft - die Präsidentin Antje Grotheer - und dem Rathaus - der Bürgermeister Dr. Carsten Sieling - sowie Spitzenkandidat*innen der Bremer Parteien waren zugegen, um den Abend gemeinsam mit der muslimischen Community zu begehen. 

Nach einer Koranrezitation von Talha Yeter sowie einer Darbietung des Musik-Duos von Zeki Kara begrüßte Ekrem Kömürcü, der Präsident der IFB, die Gäste. Er sprach vom Ramadan als Verbindungsglied für die Menschen und davon, dass es nur wenige schaffen, neben dem Nahrungsentzug auch tatsächlich mit dem Herzen zu fasten. Die Islamischen Verbände seien sich ihrer Verantwortung in der Gesellschaft bewusst und gewillt, dieser nachzukommen.

Der Vorsitzende der Schura Bremen (Murat Çelik) betonte die Wichtigkeit des Fastens und das Wohlergehen der Kinder. Dieses sei den Eltern sehr wichtig und die Lehrer*innen an Schulen könnten unbesorgt sein, was dies betrifft. Besonders begrüßte er Bremer Unternehmen, welche nun zusätzlich zu Weihnachtsessen für die Mitarbeiter*innen auch Iftar-Abende eingeführt haben. Er bezeichnete Bremen als weltoffen und bunt und wünschte sich eine weitere Sensibilisierung bei religiösen Themen.

Der Bürgermeister Carsten Sieling lobte das Projekt der Schura Bremen Al Etidal - Gegen Radikalisierung und Extremismus sowie den Seelsorge-Ausbildungskurs, der vor wenigen Wochen von 10 Absolvent*innen erfolgreich abgeschlossen wurde.

Der stellvertretende Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş, Ali Kızılkaya, hob die vielen positiven Beispiele und Errungenschaften Bremens im Zusammenleben mit der muslimischen Gemeinschaft hervor.

Alle Redner und Gäste betonten die Wichtigkeit, am 26. Mai von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und an den Wahlen teilzunehmen.

Abgerundet wurde der Abend mit dem Abendessen zum Fastenbrechen (Iftar). Die Moderation des Abends übernahm Marouan Bedoui, der stellvertretende Vorsitzende der Schura Bremen. Er wünschte sich von den Gästen, dass sie am Abend Kontakte knüpfen und sich von den gesprochenen Worten inspirieren lassen.

Pressemitteilung des Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland und der Konferenz der Islamischen Landesverbände

Kopftuchverbot an Schulen – unnötige Diskussion

„Die Diskussion um ein Kopftuchverbot für Kinder an Schulen ist eine diskriminierende und unnötige Diskussion“, erklärt Burhan Kesici, Vorsitzender des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland.

Die Forderung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, ein Kopftuchverbot an Schulen prüfen zu lassen, bezeichnete Burhan Kesici als eine unnötige, diskriminierende und die Religionsfreiheit verletzende Diskussion. Sie führe zu Spannungen in der Gesellschaft.

Festzuhalten sei, dass es - wie Verbotsbefürworter selbst immer wieder einräumen müssten - keinerlei Fakten über kopftuchtragende Kinder an Schulen gebe und es sich hierbei augenscheinlich um Einzelfälle handele. Kesici: "Eine überflüssige Phantomdebatte wird immer wieder aufgerührt."

„Frau Widmann-Mauz müsste wissen, dass solche Forderungen mit der Verfassung nicht vereinbar sind. In der Vergangenheit wurde das Thema ausreichend diskutiert. Verfassungsrechtler, sowie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages haben ein solches Verbot in Deutschland als grundgesetzwidrig bezeichnet. Es stellt sich die Frage, warum die Integrationsbeauftragte solch eine Diskussion erneut anstößt“, so Kesici weiter.

„Politiker sollten verantwortungsbewusster mit Verbotsforderungen in Bezug auf islamische Rituale und Lebensweisen umgehen. Diese Diskussionen führen zu einem Klima der Angst und Unsicherheit. Muslime erfahren Alltagsdiskriminierung und die Anzahl der islamfeindlichen Straftaten steigt stetig. Unnötige Diskussionen befeuern den antimuslimischen Rassismus in Deutschland und sind Wind auf den Segeln der Rechtsextremisten“, erklärte der Islamrat-Vorsitzende abschließend.

Für eine sachliche Diskussion der Thematik sowie bei tatsächlichen Schulkonflikten stünden die islamischen Dachverbände und Religionsgemeinschaften auf Bundes- und Landesebene der Politik als Ansprechpartner zur Verfügung.


Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland

Konferenz der Islamischen Landesverbände:
SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg
SCHURA – Islamische Religionsgemeinschaft Schlewig Holstein
SCHURA – Islamische Religionsgemeinschaft Bremen
SCHURA - Landesverband der Muslime in Niedersachsen
SCHURA Rheinland-Pfalz, Landesverband der Muslime
Islamische Föderation Berlin
Islamische Glaubensgemeinschaft Baden-Württemberg
Islamische Religionsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen
Islamische Religionsgemeinschaft Hessen